Was in der Landwirtschaft zählt, zeigt sich letztlich auf dem Feld. Denn neben theoretischen Überlegungen und technischen Möglichkeiten sind es vor allem die Erfahrungen aus der täglichen Praxis, die zeigen, was unter realen Bedingungen funktioniert.
Genau deshalb freuen wir uns besonders über die Erfahrungen von Lukas Streit und Jan Hug. Beide Landwirte setzen auf geschützte Nährstoffe und berichten von positiven Erfahrungen bei der Effizienz ihrer Düngung und beim gezielten Einsatz von Nährstoffen.
WENIGER VERLUSTE, GEZIELTER DÜNGEN
Für Lukas Streit steht eines im Mittelpunkt: Nährstoffe sollen möglichst effizient bei der Pflanze ankommen. Auf seinem Betrieb im Thurgau setzt er geschützte Nährstoffe unter anderem bei Mais, Winterweizen und Futterrüben ein.
Besonders beim Weizen zeigt sich für ihn ein wichtiger Vorteil: Durch die länger anhaltende Wirkung kann er seine Düngung zeitlich flexibler gestalten. Statt auf eine Vielzahl einzelner Überfahrten zu setzen, kann er die Nährstoffversorgung gezielter planen und gleichzeitig Überfahrten reduzieren.
Seine Erfahrung: Auch mit geringeren Düngermengen lassen sich gute Erträge erzielen. Gleichzeitig bleibt er bei der Wahl des Düngezeitpunkts flexibler – ein wichtiger Aspekt, insbesondere wenn Wetter und Niederschlag die Planung erschweren.
„Eine Einheit Stickstoff bleibt eine Einheit Stickstoff. Aber so geht weniger davon verloren.“
Für Streit ist dabei nicht nur der Mineraldünger entscheidend. Er kombiniert die geschützten Nährstoffe konsequent mit Hofdüngern wie Gülle und Mist. So nutzt er die vorhandenen Nährstoffquellen seines Betriebs und ergänzt gezielt dort, wo zusätzlicher Bedarf besteht.
AUCH BEI DER UNTERFUSSDÜNGUNG ZEIGT SICH POTENZIAL
Ähnliche Erfahrungen macht Jan Hug auf seinem Betrieb in Kesswil. Er setzt geschützte Nährstoffe unter anderem bei Mais und Zuckerrüben sowie zur Andüngung von Getreide ein.
Besonders interessant ist seine Erfahrung bei Mais: Mit 150 kg/ha Unterfußdünger erzielt er nach eigenen Angaben vergleichbare Erträge wie früher mit 200 kg/ha. Für ihn ist die Kombination aus gezielter Platzierung und geschützten Nährstoffen ein wichtiger Baustein für eine effizientere Düngestrategie.
Auch bei Zuckerrüben setzt Hug auf die Unterfußdüngung und beobachtet dabei eine zügige Jugendentwicklung der Bestände.
NÄHRSTOFFEFFIZIENZ BEGINNT MIT DER RICHTIGEN STRATEGIE
Die Beispiele von Lukas Streit und Jan Hug zeigen vor allem eines: Effiziente Düngung bedeutet nicht einfach, weniger Dünger einzusetzen. Entscheidend ist vielmehr, wie, wann und in welcher Form Nährstoffe ausgebracht werden.
Geschützte Nährstoffe können dabei helfen, die Verfügbarkeit gezielter zu steuern und Nährstoffverluste zu reduzieren. Für die Praxis bedeutet das mehr Flexibilität bei der Düngung und die Möglichkeit, vorhandene Ressourcen noch gezielter einzusetzen.
Dabei bleibt eine ganzheitliche Betrachtung entscheidend. Hofdünger wie Gülle und Mist bilden auf den Betrieben weiterhin eine wichtige Grundlage. Mineralische Dünger ergänzen die Nährstoffversorgung dort, wo zusätzlicher Bedarf besteht.
ERFAHRUNG AUS DER PRAXIS IST DER WICHTIGSTE MASSSTAB
Wir freuen uns, dass Lukas Streit und Jan Hug ihre Erfahrungen so offen teilen. Denn gerade der Austausch mit Landwirtinnen und Landwirten zeigt, welche Lösungen sich im täglichen Einsatz bewähren und wo Potenziale für eine noch effizientere Nährstoffversorgung liegen.
Vielen Dank an Lukas Streit und Jan Hug für das Vertrauen und die spannenden Einblicke in ihre Praxis.
Den vollständigen Beitrag mit weiteren Details zu den Erfahrungen der beiden Landwirte gibt es in der BauernZeitung.