04.03

Hofdünger optimieren

In der Schweiz gibt es im Verhältnis zur Fläche eine hohe Anzahl Tiere. Daraus resultiert... View Article

In der Schweiz gibt es im Verhältnis zur Fläche eine hohe Anzahl Tiere. Daraus resultiert ein grosser Nährstoffanfall aus Hofdünger. Die Hofdünger sind die mengenmässig wichtigsten Nährstoffquellen unserer Kulturen. Die Nährstoffbilanz [Quelle] zeigt die Herkunft der Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) für die Acker- und Futterbaukulturen in der Schweiz auf:

  • Stickstoff, 60 Prozent aus Gülle und Mist
  • Phosphor, 80 Prozent aus Gülle und Mist
  • Kalium, 88 Prozent aus Gülle und Mist

Die Möglichkeiten zur Ausbringung von Kunstdüngern werden in Zukunft weiter eingeschränkt werden. Es ist deshalb wichtig, den eigenen Hofdünger möglichst verlustarm zu lagern und auszubringen. Gerade beim Stickstoff besteht mit einfachen Massnahmen grosses Optimierungspotenzial. Die Hauptverlustquellen liegen im Stall, in der Lagerung und auf dem Feld beziehungsweise bei der Ausbringung. Die Verluste betreffen Ammoniak, Methan und Lachgas durch Verflüchtigung sowie Nitrat, welches ausgewaschen werden kann. Diese Verluste gilt es zugunsten einer gesteigerten Stickstoffeffizienz zu minimieren.

Ammoniak

Ammoniak entsteht bei der Urease, also bei der Umwandlung von Harnstoff (Amid) zu Ammonium. Durch verschiedene Massnahmen können diese Verluste minimiert werden. Im Stall kann Ammoniak bereits in den Laufgängen und im Liegebereich durch Kalk (T400 Meerkalk) gebunden werden. Bei grösseren Hygieneproblemen in den Liegebereichen, welche sich häufig durch erhöhte Zellzahlen zeigen, lohnt sich der Einsatz von Actisan 360 oder Actidry (bio). Diese Produkte schaffen ein ungünstiges Klima für Krankheitserreger und haben eine desinfizierende Wirkung.

Immer häufiger sind abgedeckte Güllelager zu sehen, was die Ammoniakemissionen vermindert. Auch werden vom Bund Ausbringungstechniken mit Schleppschlauch gefördert, da bei direkter Ablage der Gülle auf den Boden weniger Stickstoff in Form von Ammoniak in die Luft gelangt. Zur Ammoniakbindung in der Gülle empfehlen wir Actiglene. Dieses Produkt homogenisiert die Gülle und macht sie fliessbarer. Die enthaltenen Algenextrakte und die Mikroorganismen sorgen für eine Verrottung der Strohanteile. Folglich gibt es bei einer Ausbringung mit dem Schleppschlauch weniger Strohspuren (Maden), was sich positiv auf das Pflanzenwachstum auswirkt. Die Verrottung von Gülle und Mist kann auch mit Slurry Activ und den schwefelhaltigen Meereskalken Humistart und Humifert gefördert werden.

Slurry Activ wird in flüssiger Form direkt bei der Gülleausbringung im Fass dosiert. Es aktiviert die Bodenlebewesen, und die Bodenorganismen werden gestärkt, sodass diese mehr Hofdünger verarbeiten können. Auf diese Weise kann die Effizienz enorm gesteigert werden, denn sind der Boden bzw. die Bodenlebewesen und die Pflanzen nicht bereit, den Hofdünger umzusetzen, entstehen viele Verluste.

Die Kalke Humistart und Humifert sind granuliert und dienen als Bodenverbesserer. Der enthaltene Schwefel fördert die Stickstoffaufnahme, die Huminsäuren beleben die Bodenaktivität. Somit werden die im Hofdünger enthaltenen Nährstoffen am besten assimiliert.

Um generell Ammoniakemissionen zu mindern, muss auch auf die Witterung bei der Ausbringung geachtet werden. Ausserdem sollte eine Vollgülle mindestens im Verhältnis 1:1 mit Wasser verdünnt sein, damit die Pflanzen keinen Schaden nehmen und die Nährstoffe an ihr Ziel gelangen.

Lachgas und Methan

Methan entsteht beim mikrobiellen Abbau von organischer Substanz unter Luftausschluss (anaerobe Bedingungen) und wird typischerweise in der Güllegrube produziert.

Auf der anderen Seite können einige Bodenbakterien unter Sauerstoffmangel Nitrat als Sauerstoffquelle nutzen. Bei dieser sogenannten Denitrifikation wird Nitrat zu Lachgas (gasförmigem Stickstoff) umgewandelt. Damit wird fixierter Stickstoff bei der nächsten Bodenbearbeitung wieder in die Atmosphäre zurückgeführt. Die Denitrifikation findet vor allem in stark durchnässten und verdichteten Böden mit hohen Nitratgehalten statt. Durchschnittlich können dem Boden ca. 30 kg N/ha/Jahr durch Denitrifikation verloren gehen. Pflanzenbauliche Massnahmen wie das Verhindern von Bodenverdichtungen und die bedarfsgerechte Düngung der Kulturen halten die Denitrifikationsrate so gering wie möglich. Um die Entstehung von Methan und Lachgas zu vermindern, setzt Timac Agro auf einen neutralisierten Redox dank Energeo.

Nitrat

Nitratauswaschung ist vor allem im Winter ein Problem. Im Frühling ausgebrachte organische Stickstoffdünger werden zum grössten Teil während der Vegetationsperiode von den Pflanzen aufgenommen. Eine Auswaschung aus dem Wurzelraum im Frühjahr und Sommer tritt unter aussergewöhnlichen Bedingungen auf, beispielsweise bei flachgründigen, sehr sandigen Böden in Verbindung mit Extremniederschlägen.

Der Ausbringungszeitpunkt ist entscheidend. Die Pflanzen müssen aufnahmefähig sein, um das Nitrat rasch assimilieren zu können. Damit der Boden und die Pflanzen die Gülle absorbieren können, sollte eine Gabe nicht mehr als 30 m3/ha betragen. Je länger das Nitrat in der Bodenlösung ist, desto höher ist das Verlustrisiko. In den wärmeren Monaten vermindert der durch die Verdunstung bedingte kapillare Aufstieg die Nitratauswaschung. Bodenmikroorganismen wandeln jedoch auch nach der Vegetationsperiode noch organische Substanz in Mineralstickstoff um, der nun nicht mehr von Pflanzen aufgenommen wird und sich als Restnitrat im Boden ansammelt. Vor allem Böden, die langjährig mit hohen Gaben an Wirtschaftsdünger versorgt wurden, haben ein hohes Mineralisierungspotenzial. Das Restnitrat kann im Winter ins Grundwasser ausgewaschen werden. Deshalb ist eine zeitlich und mengenmässig an den Stickstoffbedarf der Pflanze angepasste Düngung wichtig. Zwischenfrüchte über den Winter helfen, eine Nitratauswaschung zu verhindern. Um Nitratverluste bei den Mineraldüngern zu minimieren, sollte die direkte Nitratdüngung eingeschränkt werden. Sulfammo löst dieses Problem der Nitratauswaschung, indem der Dünger durch die Bodenbakterien und die Wurzelsäuren der Pflanzen gelöst werden muss.

 

Unsere Lösungen

1. AMMONIAK IM STALL UND IM GÜLLELAGER BINDEN

 

 

 

 

Vorteile:

  • Homogenisiert und bindet Ammoniak
  • Trocknet die Liegefläche
  • Wirkt gegen Erreger
  • Euterschonend
  • Kleine Einsatzmenge

Anwendung:

  • Je nach Bedarf, 100 – 200 g/Tag/GVE

Gebinde:

  • Sack à 25 kg, 1200 kg/Pal.
  • Bag à 600 kg

Bei grösseren Hygieneproblemen empfehlen wir Actisan 360, für die biologische Landwirtschaft Actidry.

 

 

 

 

Vorteile:

  • Homogenisiert und bindet Ammoniak
  • Erleichtert Ausbringung und Verteilung
  • Weniger Geruchsemissionen

Anwendung:

  •  4 kg/m3/Monat

Gebinde:

  • Sack à 25 kg, 1200 kg/Pal.

2. GÜLLEWERT UND BODENAKTIVITÄT VERBESSERN

 

 

 

 

Vorteile:

  • Verbessert die Mineralisierung
  • Enthält wichtige Spurenelemente
  • Erhöht die Trockensubstanz und somit den Ertrag

Anwendung:

  • 6 l/ha

Gebinde:

  • Kanister à 20 l

3. BODENAKTIVITÄT VOR DER AUSBRINGUNG

 

 

 

Vorteile:

  • Huminsäuren aktivieren das Bodenlebewesen
  • Schwefel unterstützt die Stickstoffeffizienz
  • Meereskalk schafft optimalen pH

Anwendung:

  • 300 kg/ha
  • Vor Mist-/Güllegabe

Gebinde:

  • Sack à 50 kg, 1250 kg/Pal.
  • Big Bag à 600 kg
18.02

Biostimulation – Pflanzenschutz optimieren, natürliche Pflanzenstärkung fördern

Pflanzenschutzmittel, in den Medien oft als Pestizide abgestempelt, sind grosser Kritik ausgesetzt. Zu den Pflanzenschutzmitteln... View Article

Pflanzenschutzmittel, in den Medien oft als Pestizide abgestempelt, sind grosser Kritik ausgesetzt. Zu den Pflanzenschutzmitteln gehören Schädlings-, Pilz- und Unkrautbekämpfungsmittel, welche zum Schutz der Kulturpflanzen ausgebracht werden (siehe Seite des BLW zum Thema). Das können chemische und auch biologische Wirkstoffe gegen die zu bekämpfenden Organismen sein. Es ist unumstritten, dass eine grossflächige Produktion von Nahrungsmitteln ohne jegliches Pflanzenschutzmittel sehr schwierig bis unmöglich ist.

Biolandwirte setzen ebenfalls Pflanzenschutzmittel ein, denn auch ihr Ziel ist es, dem Kunden Produkte höchstmöglicher Qualität liefern zu können. Biologische Pflanzenschutzmittel sind, wie es der Name sagt, aus natürlichen Stoffen gewonnen. Ein Nachteil dieser biologischen Mitteln ist, dass sie häufig nur eine Teilwirkung erzielen und nicht selektiv auf einen bestimmten Schaderreger wirken. Folglich wird in der intensiven Biolandwirtschaft meist häufiger gespritzt, um einen annähernd so guten Pflanzenschutz zu erhalten.

Konkurrenzpflanzen, Unkräuter

Gegen Unkräuter wird im biologischen Anbau oft mechanisch vorgegangen (siehe Überblick von BioAktuell). Das Wissen steigt stetig und es werden immer bessere Lösungen gefunden. Dank sozialen Medien werden Erfahrungen ausgetauscht, so zum Beispiel auf dieser Facebook-Gruppe. In der Schweiz setzten sich Initiativen wie Agricultura Regeneratio (ihre Podcasts sind zu empfehlen) oder Regenerativ Schweiz für innovative Lösungen ein. Dank guten Erfahrungen mit der mechanischen Unkrautbekämpfung wird sie immer häufiger auch im konventionellen Anbau angewendet. Dies ist mit ein Grund, dass der Einsatz von Herbiziden in den letzten Jahren stark reduziert werden konnte.

Pilzkrankheiten

Das Risiko auf Pilzbefall wird in der Schweizer Landwirtschaft mit vorbeugenden Massnahmen wie Saatdichte, Fruchtfolge oder auch Pflanzenstärkung durch Algenextrakte und Spurenelemente minimiert. Häufig eingesetzte Mittel sind Kupferlösungen: Kupferionen wirken in den Pilzsporen als Enzymgifte und verhindern so eine Keimung. Das Problem von Kupfer liegt in der Anreicherung im Boden. In hoher Dosis ist Kupfer auch giftig für den menschlichen Organismus, weshalb Bio Suisse Richtwerte für eine maximale Kupfergabe vorgibt. Chemische Fungizide kommen zum Einsatz, wenn der Ertrag und die Qualität des Produktes in Gefahr ist. Pflanzenschutzberater unterstützen den Landwirt bei der richtigen Mittelwahl, sodass mit geringster Einsatzmenge eines spezifischen Fungizides der grösstmögliche Erfolg erzielt werden kann. Der Pilzdruck ist stark von der Witterung und der Lage abhängig. Mit der in der Schweiz schon lange praktizierten Fruchtfolge wird darauf geachtet, dass der Krankheitsdruck schon vor der Saat einer Kultur stark minimiert werden kann. Mit den Anbaupausen und den maximalen prozentualen Anteilen der Kulturen auf einem Betrieb werden Pilze, wie zum Beispiel das Fusarium, reguliert. Dies und weitere vorbeugende Massnahmen zahlen sich wirtschaftlich und ökologisch aus. Biologisch gewonnene Pflanzenstärkungsmittel aus Organismen wie Algen haben noch grosses Potenzial.

Insekten

Gegen Insektenschäden wird immer häufiger mit natürlichen Feinden gearbeitet. So hat sich die Schlupfwespe auch im konventionellen Anbau schon lange bewährt. Pheromone sind eine weitere Möglichkeit.

Momentan werden viele chemische Mittel hinterfragt und schliesslich verboten. So kam es im letzten Jahr zu noch nie gesehenen Schäden durch die Viröse Vergilbung, welche durch die explosionsartige Ausbreitung von Blattläusen von Feld zu Feld getragen wurde. Das Insektizid Gaucho wurde ohne Lösungsvorschlag, wie die Landwirte ihre Kulturen gleichwertig hätten schützen können, verboten. Bei den Zuckerrüben folgten Ertragsausfälle, welche viele Landwirte dazu bewegen, den Anbau dieser geschichtsträchtigen Kultur zu überdenken.

Zuckerrüben in St-Aubin (FR), November 2020

Dieses Beispiel von Zuckerrüben zeigt das Dilemma auf. Wollen wir in der Schweiz einen gewissen Selbstversorgungsgrad erhalten oder den Import steigern? Unserer Meinung nach ist es wichtig, natürliche Wege zu suchen, um den Einsatz von chemischen Mitteln zu minimieren. Doch sollten wir nicht bei Befall eines Schaderregers unsere Ernte mithilfe von Pflanzenschutzmitteln sichern können? Wollen wir lieber ausländische Nahrungsmittel konsumieren, welche möglicherweise Rückstände hierzulande längst verbotener Wirkstoffe enthalten? Der Wunsch nach sauberen Nahrungsmitteln ist verständlich. Wir unterstützen die Bewegung und hoffen, dass sie das Vertrauen in die Schweizer Landwirtschaft noch stärken wird.

Eine Lösung: Biostimulanzien als natürliche Stärkung der Pflanzen

Stressfaktoren

Es gibt abiotische (Standort und Klima) und biotische (lebende Organismen) Stressfaktoren, welche den tatsächlichen Ertrag einer Pflanze gegenüber ihrem genetischen Ertragspotenzial mindern. Je mehr diese Stressfaktoren abgeschwächt werden, desto höher bleibt der tatsächliche Ertrag. Vor einem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sollten natürliche Hilfsmittel eingesetzt werden, um die Stressfaktoren zu mindern. So können Fruchtfolge, mechanische Unkrautbekämpfung, Streuen von Nützlingen sowie Biostimulanzien diese Stresssituationen entscheidend einschränken. Wenn diese Massnahmen nicht ausreichen und ein hoher Ertragsverlust droht, kann es notwendig sein, auf gezielten Pflanzenschutz zurückzugreifen. Schadschwellen sind ein guter Anhaltspunkt, um zu entscheiden, ob ein Einsatz chemischer Mittel angezeigt ist oder nicht.

Stressfaktoren und natürliche Vorschläge mit Teilwirkungen

Abiotische FaktorenBiotische Faktoren
Bodenbeschaffenheit (mechanische Bodenbearbeitung) / Nährstoffe (Dünger)Bakterien (Fruchtfolge, Biostimulation)
Salzgehalt (Biostimulation)Pilze (Fruchtfolge, Biostimulation)
pH (Kalkung)Viren (Fruchtfolge, Biostimulation)
Redoxpotenzial (Energeo)Tiere (Einzäunung)
Temperatur (Gewächshaus, Biostimulation)Konkurrenzpflanze (mechanische Bearbeitung)
Wasserhaushalt (Bewässerung, Biostimulation)Insekten (Pflanzenernährung, Fruchtfolge)
Licht (Biostimulation)

Was sind Biostimulanzien und wie funktionieren sie?

Die EU definiert Biostimulanzien wie folgt:

“A plant biostimulant is any substance or microorganism, in the form in which it is supplied to the user, applied to plants, seeds or the root environment with the intention to stimulate natural processes of plants benefiting nutrient use efficiency and/or tolerance to abiotic stress, regardless of its nutrient content, or any combination of such substances and/or microorganisms intended for this use.”

Biostimulanzien sind also Substanzen oder Mikroorganismen, die die Pflanzen natürlich stimulieren und stärken. Sie tun dies, indem sie die Wachstumsorgane und Transportwege der Pflanzen fördern. Folglich werden Blüten- und Fruchtanlagen besser mit Nährstoffen versorgt, was zu mehr Ertrag und höherer Qualität führen kann. Die Wirkstoffe in den Biostimulanzien werden aus natürlichen Ressourcen gewonnen. Durch Biostimulanzien wird der Pflanzenstoffwechsel und die Photosynthese der Pflanze stimuliert, was die Krankheitsabwehrkraft fördert. Eine ausgewogen ernährte Pflanze ohne jeglichen Mangel hat eine erhöhte natürliche Abwehrkraft. Sie kann folglich besser mit Stressfaktoren umgehen.

Biostimulanzien und Blattdünger

Biostimulanzien sind nicht mit Blattdüngern zu verwechseln. Letztere dienen dazu, den Pflanzen eine rasche Nährstoffaufnahme zu ermöglichen. Werden die Nährstoffe direkt über das Blatt aufgenommen, müssen sie nicht von den Wurzeln her hoch transportiert werden. Blattdünger sind dann sinnvoll, wenn möglichst rasch einem Mangel entgegengewirkt werden soll. Im Idealfall kommt es dank eines gesunden Bodens oder der Düngung über den Boden gar nicht erst dazu. Blattdünger in Chelat-Form wirken rasch, aber nicht effizient: Ein grosser Teil der Nährstoffe wird in den Boden gewaschen. Nährstoffe, welche an Aminosäuren gebunden sind, gelangen rasch und effizient in die Blätter. Diese Nährstoffe sind daher meist weniger hoch dosiert als die Chelate. Gewisse Biostimulanzien enthalten zusätzlich zu den Phytohormonen Oligo-Elemente. Der Bedarf an diesen Elementen kann je nach Kultur, Zeit und Boden stark variieren.

Nährstoffeffizienz und natürliche Prozesse der Pflanzen werden gefördert

Glycin-Betain kommt in Biostimulanzien häufig zum Einsatz. Diese organische Verbindung hat einen natürlichen Einfluss auf den osmotischen Zustand einer Zelle. Sie hilft der Pflanze, den Wasserhaushalt zu regulieren, was vor allem bei hohem Salzgehalt oder bei Trockenheit wichtig ist. Der abiotische Stress durch Wassermangel wird reduziert.

Moleküle wie das IPA und Phytohormone (Auxine, Zeatine) schützen die Chloroplasten vor Seneszenz (Alterungsprozess). Der sogenannte Stay-Green-Effekt ist die Folge davon.

Humin- und Fulvosäuren können die Fixierung von Phosphor vermeiden und seine Pflanzenverfügbarkeit erhalten. Diese Säuren stimulieren biologisch die Pflanzen und die Mikroorganismenaktivität. Das Wurzelwachstum und der Nährstofftransport werden gefördert, was bedeutet, dass Nährstoffe aus dem Boden besser absorbiert und der sogenannte Pumpeffekt gesteigert werden.

Biostimulanzien gewinnen an Bedeutung

Biostimulanzien sind Bestandteil der Zukunft einer effizienten, naturnahen Landwirtschaft. Mit natürlichen Stoffen werden Gesundheit und Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gefördert. In einem Kontext mit steigendem Druck auf Produzenten, weniger chemische Mittel einzusetzen, und immer wechselhafterem Klima werden Biostimulanzien zur Selbstverständlichkeit.

Unsere Erfahrungen mit Biostimulation

Kartoffeln: Verbesserung der Knollengrösse und des marktfähigen Ertrags bei Kartoffeln

Weizen: Wie kann man die Kornfüllung für ein hohes TKG und hohen Proteingehalt verbessern?

Winterraps: Wie kann der Ertrag durch Frühjahrsentwicklung gesteigert werden?

Weizen: Wie kann die optimale Zahl an Bestockungstrieben nach Winter erreicht werden?

Kohl: Wie kann die Lagerfähigkeit von Kohl verbessert werden?

 

 

Das Biostimulanzien-Sortiment Fertileader basiert auf dem Wirkkomplex Seactiv®, der aus Meeresalgen gewonnen wird und aus selektierten und isolierten Molekülen zusammengesetzt ist. Seactiv unterstützt gezielt die Leistung und Entwicklung der Pflanzen. Durch die Wirkstoffe wird die Photosyntheseaktivität erhöht, die Stresstoleranz verbessert und die Nährstoffaufnahme und -verteilung gesteigert. Ausserdem werden durch unser Fertileader-Sortiment der Pflanze wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente zur Verfügung gestellt, um eine optimale Versorgung zu garantieren. Diese Mineralstoffe und Spurenelemente sind aminosäure-gebunden, was die Pflanze dabei unterstützt, die Nährstoffe effizient und schnell aufzunehmen.

Seactiv® enthält den Wirkstoff Glycin-Betain, ein Aminosäure-Derivat, IPA (Isopentenyl Adenin), ein Cytokinin und weitere Pflanzenhormone.

Die Produkte aus dem Fertileader-Sortiment wirken über das Blatt.

Unser Sortiment

Fertileader GOLD

  • Ausgewogenes Verhältnis zwischen Bor und Molybdän
  • Positive Wirkung auf die Pollenbildung, Befruchtung und Fruchtentwicklung
  • Für alle Kulturen mit erhöhtem Bor- und Molybdänbedarf
  • Insbesondere geeignet für den Einsatz im Obstbau, bei Raps und bei Zuckerrüben

Fertileader TONIC

  • Sorgt für eine rasche Kupfer- und Manganversorgung
  • Kupfer und Mangan sind wichtig für eine verbesserte Krankheitsresistenz und Vitalität der Pflanzen
  • Insbesondere geeignet für den Einsatz im Getreide

Fertileader AXIS

  • Idealer biostimulierender Blattdünger bei akutem Phosphor- und Manganmangel (violett-blaue Verfärbung bei Maispflanzen)
  • Beinhaltet sofort verfügbaren Phosphor und beugt Zink- und Manganmangel vor
  • Insbesondere geeignet für den Einsatz in Mais, Obstbau (Farbumschlag der Früchte), und Kartoffeln (Knollenbildung)

Fertileader VITAL

  • „Spurenelement-Cocktail“ für jede Kultur
  • Erhöht die Photosyntheserate, wodurch sich die Blattgesundheit verbessert
  • Erhöht die Stressresistenz und trägt wesentlich zur Ertragsabsicherung bei

Fertileader KALEO

  • Sorgt für einen idealen Start in ein erfolgreiches Weinjahr
  • Begünstigt den Vegetationsstart, fördert die Entwicklung neuer Wurzeln, erhöht die Nährstoffe im neuen Blatt für eine höhere Klimatoleranz (Kälte) und fördert die vegetative Entwicklung
  • Ohne Chlor
  • Insbesondere geeignet für den Einsatz im Wein-, Obst- und Gemüsebau

Fertileader AZUR

  • Flüssiger Kalziumdünger für eine Verbesserung von Haltbarkeit, Wurzelaktivität und Photosynthese
  • Rasche und ausgewogene Kalziumversorgung der Pflanze, besonders wichtig für eine effiziente Nährstoffaufnahme und -umsetzung
  • Auch für die Biolandwirtschaft geeignet

Fertileader VERTIS

  • Optimale Kombination aus Mangan und Eisen, bewirkt eine Erhöhung der Photosyntheserate und der Nährstoffumsetzung
  • Einsatzmöglichkeiten: Chlorose (Weinbau), Christbaumkulturen, Rasen
  • Führt zu einer Erhöhung der Nährstoffe im neuen Blatt und im Blütenkopf, was zur Steigerung der Klimatoleranz (Kälte), zu besserem Wachstum der Blühanlagen und homogenerer Blütenbildung führt

Fertileader MAGICAL

  • Blattdünger mit einem optimalen Verhältnis zwischen Kalzium und Magnesium: Kalzium für die Festigkeit der Zellwände und Magnesium für die Photosynthese und die Stickstoffaufnahme
  • Einsatzmöglichkeiten: Getreide, Feldgemüse, Obstbau
  • Im Obstbau trägt Fertileader Magical zu einer guten Fruchtfestigkeit und einem starken Aroma bei. Gleichzeitig vermindert es die Anfälligkeit auf Stippe

Fertileader MAGNUM

  • Reich an Stickstoff und Magnesium
  • Reduziert die Stiellähme der Rebe und ist ideal für Kartoffeln im Falle stark kalihaltiger Düngung

Anwendung

Fertileader kann den meisten gängigen Pflanzenschutzprodukten beigemischt werden. Falls Sie Fragen zur Mischbarkeit unserer Produkte haben, stehen wir gerne zur Verfügung.

 

 

Unsere Fertiactyl-Biostimulanzien enthalten den Wirkstoff Glycin-Betain zur Steigerung der Stresstoleranz. Zudem sind sie mit Zeatinen sowie Humin- und Fulvosäuren angereichert. Durch diese Stoffe wird das Wurzelwachstum angeregt und die Nährstoffeffizienz steigt.

Die Produkte aus dem Fertiactyl-Sortiment wirken über den Boden und werden kurz nach der Keimung eingesetzt. Dank dieser Wirkung über den Boden kann die Jungpflanze schon früh unterstützt werden und die Pflanzen sind in der anfälligen Jugendentwicklung bereits stresstoleranter.

Unser Sortiment

Fertiactyl STARTER

  • Fördert eine rasche Jugendentwicklung und eine ideale Bewurzelung
  • Enthält Stickstoff, Phosphor und Kali für einen optimalen Start
  • Einsatz bei allen konkurrenzschwachen Kulturen empfohlen (Raps, Zuckerrüben, Mais, Kartoffeln)
  • Steigert schon von Beginn an die Stresstoleranz der Kulturpflanzen, da das Produkt über den Boden wirkt

Fertiactyl GZ

  • Fördert eine rasche Jugendentwicklung und eine ideale Bewurzelung
  • Enthält Stickstoff und Kali für einen optimalen Start
  • Einsatz bei Spezialkulturen empfohlen, besonders geeignet für Fertigation
  • Steigert schon von Beginn an die Stresstoleranz der Kulturpflanzen, da das Produkt über den Boden wirkt

 

Biobetrieb? Dann schauen Sie sich unseren Fertileader Azur und unser Sortiment an Bio-Biostimulanzien an: Biofort

 

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27.10

Bodenfruchtbarkeit fördern – Kalkhaltige Bodenverbesserer

Wenn die Vegetation ruht ist es der ideale Zeitpunkt, um sich um die Bodenfruchbarkeit zu... View Article

Wenn die Vegetation ruht ist es der ideale Zeitpunkt, um sich um die Bodenfruchbarkeit zu kümmern und an eine Kalkung zu denken. Wichtig ist aber zu verstehen, was Kalk im Boden bewirkt.

Kalkstein (CaCO3) ist eine chemische Verbindung aus Calcium, Kohlenstoff und Sauerstoff, entstanden durch Meeresablagerungen. Durch Plattenverschiebungen wurden Kalkablagerungen angehoben und unsere Juragebirge und Alpen bildeten sich. In dieser Form ist Kalk nicht wasserlöslich, und somit für die Pflanzen nicht verfügbar. Nur wenn in Kontakt mit Wasser und CO2 gesetzt kann er sich lösen.

Was passiert im Boden wenn er bewirtschaftet wird?

Durch die landwirtschaftliche Bewirtschaftung der Flächen versauern die Böden natürlich. Je intensiver die Bewirtschaftung, desto schneller geht die Versauerung voran. Aber auch die natürliche Verwitterung und die chemischen Vorgänge im Boden leisten ihren Anteil. Die Pflanzen geben Säure ab, um gebundene Nährstoffe aus dem Boden zu lösen. Durch Auswaschung und die Aktivität der Bodenorganismen geht jedes Jahr Kalk verloren.

Mit Mineraldüngern bringt der Landwirt zusätzliche H+-Ionen auf die Parzelle. Harnstoff (CH4N2O) enthält zum Beispiel vier H+-Ionen, welche bei der Umwandlung zu pflanzenverfügbarem Nitrat freigesetzt werden.

Des Weiteren entziehen die Kulturen dem Boden einiges an Calcium, das exportiert wird.

Eine Versauerung des Bodens bedeutet, dass die H+-Ionen sich an die negativ geladenen Bodenteilchen (Ton-Humus-Komplex) binden und so die Speicherung von wichtigen Nährstoffen verhindern.

Das kann problematisch werden, denn die meisten Kulturen bevorzugen einen Boden-pH von 6.5 bis 7 für einen idealen Wachstum. Je tiefer der pH, desto mehr H+-Ionen stören das Bodengefüge.

Welchen Effekt hat Kalk auf den Boden?

Im Boden spaltet sich (schematisch erklärt) CaCO3 in zwei Teilchen: Ca2+ und CO3. Kohlenstofftrioxid (CO3) ist imstande, drei H+ Ionen zu neutralisieren. Das Calcium-Ion (Ca2+) kann sich dann mit zwei negativ geladenen Bodenteilchen (z. B. Ton und Humus) binden. Die frei gewordenen Stellen an den Bodenteilchen können nun durch wichtige Nährstoffe besetzt werden. So entsteht Dank der Kalkung eine bessere Bodenstruktur und der pH wird neutralisiert.

Durch den sogenannten Ton-Humus-Komplex entstehen stabile Bodenkrümel. Die Verschlämmungs- und Erosionsgefahr wird minimiert. Es entstehen natürliche Poren, welche für die Durchlüftung, den Wasser- und Wärmehaushalt zuständig sind.

Folglich sind gut mit Kalk versorgte Böden generell weniger anfällig auf Schäden durch Trockenheit und Nässe. Die Bodenorganismen werden gefördert und dadurch auch die Humusbildung. Regenwürmer und andere Bodenlebewesen bevorzugen lockere, krümelige Böden und tragen auch viel hierfür bei. Dank der erhöhten Aktivität im Boden werden die Hofdünger aufgewertet und folglich gehen weniger Nährstoffe verloren. Somit steigt die Nährstoffeffizienz.

Zuletzt wird Calcium von den Pflanzen unter anderem für die Zellteilung und Stabilisierung der Zellwände benötigt. Die meisten Kulturen ziehen um die 100kg Ca. Starke Zellwände haben eine biologische Wirkung gegen Pilze, da die Myzele es schwieriger haben in die Pflanzenzellen einzudringen. Somit dient eine Kalkung auch der Calcium Düngung.

Kalk ist nicht gleich Kalk

Es existieren verschiedene Kalktypen, die sich durch Ihren Kalkwert, ihre Wirkungsgeschwindigkeit, Kalktypen, die Granulierung und den Preis unterscheiden.

Wir unterscheiden grundsätzlich zwischen Steinkalk und Meereskalk.

Wie bereits erwähnt sind auch Steinkalke Meeresablagerungen. Der Unterschied besteht darin, dass Meereskalk aus den aktuellen Meeresablagerungen gewonnen wird. Somit sind die Meereskalke noch organisch gebunden und pflanzenverfügbar. Dadurch ist die Wirkung im Boden schneller und ausdauernder. Meereskalke sind wie ein Schwamm aufgebaut, heisst er hat viele Poren und Angriffsfläche.

Zudem wird die Reaktivität auch durch die Mahlfeinheit beeinflusst. Je feiner der Kalk gemahlen ist, desto mehr zusätzliche Oberfläche hat er. Die Bodenorganismen haben so mehr Angriffsfläche und die Wirkung tritt rascher ein. Dank diesen Vorteilen kann die Einsatzmenge gegenüber den Steinkalken minimiert werden.

Meereskalke enthalten zudem im Gegensatz zu Steinkalken noch weitere wichtige Spurenelemente. Branntkalke (CaO, gebrannter Steinkalk) wirken noch schneller auf den Boden-pH, können jedoch eine schädliche Wirkung auf die Bodenorganismen haben und die Wirkung auf den Boden ist auch von kurzer Zeit.

Unser Angebot

Unsere Bodenverbesserer finden Sie hier

Eine Selektion:

12.08

Regenerative Landwirtschaft und Humusaufbau

Weniger Kunstdünger, geschlossene Kreisläufe und eine naturnahe, nachhaltige Lebensmittelproduktion: Dafür und für viel mehr steht... View Article

Weniger Kunstdünger, geschlossene Kreisläufe und eine naturnahe, nachhaltige Lebensmittelproduktion: Dafür und für viel mehr steht der Ansatz regenerative Landwirtschaft. Basis dieser Landwirtschaftsform ist das Verständnis und die natürliche Nutzung von Sonne, Photosynthese und Bodenleben.

Eines der wichtigsten Ziele der regenerativen Landwirtschaft ist es, die Bodenfruchtbarkeit zu steigern und die Pflanzen stresstoleranter zu machen. Wenn das gelingt, können ohne Ertragseinbussen weniger Kunstdüngereinheiten und Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.

Um eine vielfältige Bodenbiologie zu fördern, den Boden zu aktivieren und somit den Humusanteil zu erhöhen, müssen die chemischen und physikalischen Verhältnisse im Boden verstanden und gefördert werden. Der Boden und die Pflanzen interagieren in einem Organismus. Schonende Bodenbearbeitung und andauernd starke Bewurzelung fördern nämlich diese Verhältnisse. Folglich wird CO2 im Boden gespeichert, was das C/N-Verhältnis erhöht und somit Stickstoff vor Auswaschung und Verflüchtigung schützt. Das ist die Grundlage für eine fruchtbare, nachhaltige und rentable Landwirtschaft.

Folgende Punkte dienen dem Humusaufbau und bilden die Grundlage der regenerativen Landwirtschaft:

  1. Nährstoffgleichgewicht erzielen
  2. Schonende Bodenbearbeitung, Förderung der Krümelstruktur
  3. Boden bewachsen, durchwurzelt halten
  4. Organische Substanz dem Boden zuführen und über Rottelenkung den Bodenstoffwechsel fördern
  5. Pflanzenaktivität durch Blattspritzungen fördern

Diese Punkte lassen sich ideal mit den Vorstellungen von Timac Agro verbinden. Wir stellen Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit seit 1978 in den Vordergrund. In unserem Zentrum für Forschung und Entwicklung CMI in Saint-Malo entwickeln wir laufend innovative Lösungen für eine produktive, aber auch nachhaltige Landwirtschaft. Das Ziel ist es, aktive Pflanzen auf aktiven, lebendigen Böden zu haben und somit den Kunstdüngereinsatz zu minimieren, die benötigte Menge jedoch gezielt und effizient einzusetzen. Wir bieten Ansätze für jeden Aspekt des Humusaufbaus, um die Ziele möglichst schnell zu erreichen und den Ertrag auf hohem Niveau zu halten.

1. Nährstoffgleichgewicht erzielen

Mit unserem Düngersortiment (N-Process, Top-Phos, Bio Enne) decken wir den Bedarf an allen notwendigen Nährstoffen sparsam ab. Dank den geschützten Nährstoffen können die Pflanzen ihren Bedarf selber regulieren und in einem optimalen Gleichgewicht aufnehmen. Unsere Meerkalke (basierend auf Calcimer) enthalten zudem Kalzium und Magnesium, welche den Ton-Humus-Komplex des Bodens fördern, sowie bis zu 32 Spurenelemente. Dank N-Process werden die N-Verluste minimiert, was zum Aufbau von Humus beitragen kann.

2. Schonende Bodenbearbeitung, Förderung der Krümelstruktur

Dank unseren effizienten Meerkalken (Calcimer) kann die ideale Krümelstruktur erreicht werden. Somit werden optimale chemische, strukturelle und biologische Bedingungen erzielt, was einen optimalen Wasserhaushalt und die maximale Entwicklung der Bodenorganismen fördert. Der Boden bleibt so aktiv und die Nährstoffe verfügbar, was positive Effekte auf den Ertrag und die Qualität der Kultur hat.

3. Boden bewachsen, durchwurzelt halten

Gewisse Dünger unseres Sortiments (Physactiv, Physio +, Fertiactyl) sind mit Algenextrakten angereichert, welche das Wurzelwerk gezielt fördern. Dadurch werden im Boden gebundene Nährstoffe gelöst und aufgenommen. Zudem dienen absterbende Wurzeln als Nährboden für das Bodenleben. Ein gut durchwurzelter Boden hat weniger Nährstoffauswaschung und mehr mikrobielle Aktivität.

4. Organische Substanz dem Boden zuführen und über Rottelenkung den Bodenstoffwechsel fördern

Durch die Zufuhr von organischer Substanz, Gründüngung, Ernterückständen, Mist oder Kompost wird die unabdingbare Grundlage für den Humusaufbau geschaffen. Um die Verrottung zu fördern, empfehlen wir den Einsatz von Humistart oder Humifert (Bio). Diese beiden Produkte enthalten Huminsäuren, welche die Bodenorganismen stärken und somit die Zersetzung der organischen Substanz fördern.

5. Pflanzenaktivität durch Blattspritzungen fördern

Das genetische Pflanzenpotenzial ist in heutigen Sorten sehr hoch. Es gilt, dieses Potenzial möglichst optimal zu nutzen. Durch gezielte Blattspritzungen kann die Vitalität gefördert werden. Mit unseren Biostimulanzien Fertileader, Fertiactyl und Biofort fördern wir gezielt die Photosynthese. Mit Algenwirkstoffen werden Photosynthese, Wurzelwerk und Wasserhaushalt der Pflanzen unterstützt. Dadurch erreichen wir einen aktiven, vitalen Pflanzenbestand.

Produktive, ressourcenschonende Anbaumethoden sind gefragt und werden weiter an Bedeutung gewinnen. Aus diesem Grund war Timac Agro auch im Dammkultur-Kurs von Julian Turiel in Eschikofen TG anwesend. Wir sind überzeugt, dass alternative Anbaumethoden, die dank Dämmen und Hacken den Einsatz von Pestiziden auf null reduzieren können und gute Erträge garantieren, in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden.

Regenerative, biologische und nachhaltige Landwirtschaft stehen, so wie Timac Agro, für die Zukunft der Landwirtinnen und Landwirte.

Timac Agro wird die verschiedenen nachhaltigen Anbaumethoden mit Engagement und Interesse begleiten.

 

04.08

Biostimulation in Weizen – Wie kann man die Kornfüllung für ein hohes TKG und hohen Proteingehalt verbessern?

Das Tausendkorngewicht ist ein ertragsbestimmender, und der Proteingehalt ein Preisbestimmender Faktor. Beide sind wichtige Parameter... View Article

Das Tausendkorngewicht ist ein ertragsbestimmender, und der Proteingehalt ein Preisbestimmender Faktor. Beide sind wichtige Parameter für den Landwirt und sie hängen von der Photosyntheseaktivität sowie der Stickstoffverfügbarkeit ab. Diese beiden Faktoren korrelieren negativ. Wie können Landwirte das Optimum herausholen?

Unsere Experte haben sich mit dieser Frage befasst.

Unseren Ansatz finden Sie hier:

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17.06

Effizienz in der Landwirtschaft – Betrieb optimieren, effizienter düngen

Sind Sie ein zukunftsorientierter Landwirt? Wir sind an Ihrer Seite.   Die Erträge sind in... View Article

Sind Sie ein zukunftsorientierter Landwirt? Wir sind an Ihrer Seite.

 

Die Erträge sind in der Schweiz im internationalen Vergleich hoch. Seit den 40er-Jahren hat sich der Weizenertrag zum Beispiel verdreifacht. Aber ab Ende der 90er-Jahre ist eine Stagnation der Kurve ersichtlich. Seitdem sind die Erträge relativ stabil und zeigen nur die normalen klimatisch bedingten jährlichen Schwankungen. Produktionskosten und Düngerimporte konnten jedoch in den letzten Jahren zurückgefahren werden. Dies zeigt, dass durch die Ausbildung der Landwirte, neue Anbaukenntnisse und innovative technische Verbesserungen vieles möglich war.

Im Düngungsbereich zeigt sich die Effizienzsteigerung dadurch, dass in den letzten Jahren weniger Kunstdünger eingesetzt wurde, die Erträge jedoch konstant blieben. Kunst- und Hofdünger werden heute so effizient eingesetzt wie nie zuvor. Auch das ist auf bessere Bildung des Einzelnen, neue Anbaukenntnisse und neue technische Möglichkeiten zurückzuführen.

Diese neuen Erkenntnisse werden durch die ÖLN-Richtlinien von den Landwirten gefordert. In den nächsten Jahren ist zu erwarten, dass die ökologischen Aspekte in der Betriebsführung weiter an Bedeutung gewinnen (AP 22+). Wie in der Botschaft des Bundesrates verabschiedet, wird jede Düngereinheit in der Zukunft ökonomischer eingesetzt werden müssen. (Abschaffung der 10-%-Toleranz, Rückgang der Stickstoff- und Phosphorüberschüsse).

Es ist festzustellen, dass die landwirtschaftliche Nutzfläche immer kleiner wird, der Bedarf der Bevölkerung jedoch grösser. Landwirte brauchen also neue Wege, um den Ertrag beizubehalten oder sogar zu erhöhen.

Wie geht es nun weiter? Was kann ein dynamischer Betriebsleiter im Acker- oder Futterbau weiter optimieren, um Ressourcen (z.B. Fläche, Dünger, Arbeitsstunden, Kraftstoff) einzusparen und den Ertrag auf dem Niveau des letzten Jahrzehnts zu halten?

 

Eine hohe allgemeine Betriebseffizienz ist ökologisch und wirtschaftlich!

 

In einem mehr oder weniger geschlossenen Kreislauf sollte die Nährstoffzukaufsmenge (Dünger) möglichst nahe bei der durch die Ernteprodukte abtransportierten Nährstoffmenge liegen. Je höher der Bedarf an Nährstoffen im Vergleich zu den vom Betrieb wegtransportierten Nährstoffen ist, desto weniger effizient wird auf dem Betrieb gewirtschaftet. Sowohl ökonomisch, als auch ökologisch sollte das Ziel sein, einen möglichst geschlossenen Betriebskreislauf zu haben: Jede Nährstoffeinheit muss dafür möglichst gewinnbringend eingesetzt werden. Sie muss zum richtigen Zeitpunkt für die Pflanze verfügbar sein.

 

Wie schaffen wir das?

 

Einerseits kann dank heutiger Maschinentechnik sehr effektiv gearbeitet werden. Dank GPS-Systemen, Sensoren und Satellitenbildern ist eine optimale Bearbeitung des Feldes möglich. Somit kann man Zeit, Treibstoff, aber auch Samen und Dünger sparen.

Andererseits gilt es generell, den Boden nachhaltig zu bewirtschaften. Ein gesunder, nahrhafter Boden mit gutem Wasserspeicherungsvermögen und zahlreichen Organismen ist der Schlüssel für eine nachhaltige, effiziente Landwirtschaft. In einem lebendigen Boden mit einer ausreichenden Humusschicht werden viele Nährstoffe gespeichert. Je dunkler der Boden, desto mehr Humus enthält er. Um diese wertvolle Ressource in für die Pflanzen zur Verfügung stehende Nährstoffe umzuwandeln, ist das Bodenlebewesen zu schützen und zu fördern.

Bei der Bodengesundheit und den technisch weit entwickelten Dünger bietet die Timac Agro Swiss ideale Lösungen.

 

Tipp Nummer 1: Bodengesundheit und ein guter Boden-pH fördern die Nährstoffverfügbarkeit

 

Kalk sorgt für einen hohen Ausnutzungsgrad der Nährstoffe, eine optimale Struktur, die Entwicklung von Bodenorganismen und ein gutes Wasserspeicherungsvermögen.

Mit unserem Bodenverbesserer-Sortiment ermöglichen wir, dass die Bodenorganismen aktiv sind (Humistart, Humifert) und die Pflanzen früh eine optimale Bewurzelung erreichen (Physiomax, Physiomag). Alle unsere Bodenverbesserer sind granuliert und enthalten zudem unseren Meerkalk Calcimer, welcher mit geringer Einsatzmenge für eine gute Bodenstruktur sorgt.

 

Tipp Nummer 2: Hofdüngereinsatz optimieren

 

Der korrekte Hofdüngereinsatz spielt bei der Betriebseffizienz eine tragende Rolle, denn diese Nährstoffe befinden sich bereits im Betriebskreislauf. Durch einen hohen Ausnutzungsgrad kann die benötigte Nährstoffzufuhr begrenzt werden. Unsere Bodenverbesserer sorgen für eine effiziente Mineralisierung im Boden.

Die Effizienz der Nährstoffausnutzung fängt im Boden an. Mit unseren Bodenverbesserern und einer schonenden Bodenbearbeitung steht dem nichts mehr im Wege. Für eine optimale Gülleeffizienz empfehlen wir den Güllezusatz Slurry Activ, welcher die Nährstoffausnutzung zusätzlich fördert.

 

Tipp Nummer 3: Den richtigen Kunstdünger einsetzen

 

Es werden mit der AP 22+ sehr wahrscheinlich weniger Nährstoffe gedüngt werden dürfen. Daher ist es wichtig, dass die Nährstoffe im Kunstdünger effektiv von der Pflanze aufgenommen und genutzt werden können: Der Ausnutzungsgrad muss möglichst hoch sein und das Ziel sollte sein, möglichst wenig Kunstdünger zukaufen zu müssen.

Mit klassischen Düngern ist nur ein geringer Teil der Düngungseinheiten für die Pflanzen verfügbar. In unseren Forschungsanstalten konnte aufgezeigt werden, dass mit unseren Stickstoff- und Phosphordüngern der Ausnutzungsgrad gesteigert werden kann. Der N-Process in unseren Sulfammo-Düngern (Sulfammo 30, Sulfammo 26, Sulfammo 18, Sulfammo 22-7, NP 14-5-0) sorgt für eine ideale Stickstofffreigabe mit möglichst geringen Verlusten. Die Phosphor-Dünger (Top-Phos 8-30, Sulfammo 22-7, Eurofertil 4-10-20) legen sich dank dem Top-Phos-Komplex nicht im Boden fest. Egal bei welchen Bodentypen und egal bei welchem pH, unser Phosphor bleibt verfügbar.

Ausserdem kann mit den Timac-Produkten früher mit der Düngung abgeschlossen werden und dennoch wirken die Nährstoffe nachhaltiger. Das heisst, der Landwirt spart verschiedene Ressourcen ein (Arbeitsstunden, Kraftstoff, Düngemittel), hat jedoch keinen Ertragsverlust. Somit wird die gesamte Betriebseffizienz durch die Düngerwahl deutlich gesteigert.

 

Tipp Nummer 4: Dank professioneller Düngungsplanung Ressourcen sparen

 

Letztlich können bei der Düngung mit einer berechneten, bedarfsgerechten Düngungsempfehlung auch Ressourcen eingespart werden. Entscheidend ist zudem der Ausbringzeitpunkt: Der Boden und die Pflanzen müssen bereit sein, Nährstoffe aufzunehmen.

Für die Planung stehen wir auf Ihrer Seite!

Schauen Sie sich unsere Kulturempfehlungen an und kontaktieren Sie uns. Wir übernehmen gern Ihre Düngungsplanung.

 

Frühere Generationen haben aufgezeigt, dass die Effizienz im Ackerbau gesteigert werden kann. Warum sollten wir jetzt stagnieren? Wir sind davon überzeugt, dass mit unseren Produkten ein weiterer Schritt in der Betriebseffizienz gemacht werden kann!

Zusammen mit Ihnen finden wir Optimierungsmöglichkeiten bezüglich der Effizienz. So leisten wir einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Ernährungssicherheit in der Schweiz. Zögern Sie nicht! Rufen Sie uns an und lassen Sie sich beraten.

 

11.06

Kohl – Lagerung nach der Ernte

Wie kann die Lagerfähigkeit von Kohl verbessert werden?   Botrytis cinerea (Botrytis), der Erreger der... View Article

Wie kann die Lagerfähigkeit von Kohl verbessert werden?

 

Botrytis cinerea (Botrytis), der Erreger der Grauschimmelfäule, ist ein Pilz, welcher bei Lagerkohl häufig vorkommt. Er ist die Hauptursache für Verluste bei Kohl, welcher für die Langzeitlagerung bestimmt ist. Botrytis ist ein opportunistischer Erreger, der leicht in schwaches, beschädigtes oder alterndes Gewebe eindringt. Daher sind reife, gesunde Blattgewebe widerstandsfähiger gegen Botrytis.

In der Praxis werden häufig Fungizide zur Abtötung von Krankheitserregern eingesetzt. Das Ziel muss sein, diese zu reduzieren.

Wie schaffen wir das?

Unsere Experte haben sich mit dieser Frage befasst.

Unseren Ansatzt finden Sie hier:

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26.04

Wie geht man mit der Trockenheit am besten um? – Empfehlungen für die Schweizer Landwirtschaft

Wegen des Klimawandels müssen sich Landwirte weltweit Strategien ausdenken, wie sie der Trockenheit entgegenhalten können.... View Article

Wegen des Klimawandels müssen sich Landwirte weltweit Strategien ausdenken, wie sie der Trockenheit entgegenhalten können. Die Schweizer Bauern sind dabei keine Ausnahme. Die Frühlingstrockenheit drückt auf die Jugendentwicklung vieler neu angesäter Kulturen. Um den Pflanzen dennoch ein ideales Wachstum zu ermöglichen, ist die Bodenfeuchtigkeit natürlich entscheidend. Ohne Wasser versagt auch die Nährstoffzufuhr: Nährstoffe werden aus dem Boden gelöst und gelangen durch den Wassertransport in die Pflanze. Durch den Trockenstress wird eine Pflanze geschwächt und verliert wichtige Energie, welche für die Ertragsbildung nötig wäre. Bei Trockenstress können die durch die Photosynthese gebildeten Assimilate nicht mehr abtransportiert werden und lagern sich an. Dadurch kann das Chlorophyll der Pflanze beschädigt werden und Nekrosen werden sichtbar.

Es wird weltweit nach trockenheitsresistenteren Sorten geforscht oder gar mit neuen Kulturen gearbeitet. Doch welche konkreten Strategiemöglichkeiten hat der Landwirt auf dem Feld, um bei seinen bestehenden Kulturen den Ertrag trotz Stresssituationen beizubehalten?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Ertragseinbussen wegen Trockenheit ohne Bewässerung zu vermeiden. Wir zeigen in diesem Artikel ein paar Massnahmen, die der Landwirt auf den Ebenen Boden, Pflanze und Düngung treffen kann.

Boden

Im Boden sollte man versuchen, möglichst wenig Evaporation (Wasserverdunstung über den Boden) zu haben und ein hohes Speicherungsvermögen zu erhalten.  Entscheidend für das Wasserspeicherungsvermögen ist die Bodenbeschaffenheit und die Bodenbearbeitung. Die Bodenbeschaffenheit ist gegeben und kann kaum oder nur über viele Jahre beeinflusst werden. In einem leichten Sandboden mit Grobporen speichert sich weniger Wasser als in einem schweren Tonboden mit feineren Poren. Was beeinflusst werden kann, ist die belebte Humusschicht, welche Wasser speichert. Zudem bindet der Humus viel CO2 und enthält wichtige Elemente, die den Boden fruchtbar und klimaschonend machen.

Zur Förderung der Humusschicht sind eine reduzierte Bodenbearbeitung, der Anbau von Zwischenfrüchten und Mistgaben gute Möglichkeiten. Dank einer reduzierten Bodenbearbeitung bleibt das Bodengefüge erhalten und der Boden trocknet weniger aus. Zwischenfrüchte, wie zum Beispiel Gelbsenf, lockern den Boden bis in tiefe Lagen und erhöhen somit die Speicherungskapazität. Zudem ist in den Zellen der Pflanzenreste Wasser gespeichert. Dadurch, dass der Boden mit einer Zwischenfrucht bedeckt ist, verdunstet weniger Wasser aufgrund der direkten Sonneneinstrahlung auf den Boden. Dank Hofdüngergaben werden die Bodenlebewesen gestärkt und dem Boden organische Substanz zugeführt. Letztlich können auch Kalkgaben zur Förderung der Bodenstruktur beitragen.

Pflanzen

Für die Keimung benötigt jede Pflanze eine gewisse Bodenfeuchte. Die Saatbeetzubereitung sollte kurz vor der Saat erfolgen: Wenn zu lange gewartet wird, besteht die Gefahr, dass die Schicht der Sämlingsablage bereits ausgetrocknet ist. Sobald die Kultur gekeimt hat, beginnt sie, mit den ersten Wurzeln Wasser und Nährstoffe aufzunehmen. In dieser Phase ist das Wachstum des Wurzelwerks entscheidend. Je grösser das unterirdische Pflanzenwachstum, desto mehr Wasser und Nährstoffreserven kann die Pflanze erreichen. Sobald die Pflanze an kein Wasser und keine Nährstoffe mehr gelangt, setzt ein Wachstumsstopp ein, denn die gesamte Energie wird nun für den Überlebenskampf benötigt. In solchen Momenten beginnt das Ertragspotenzial der Kultur zu sinken. Die vorhandene Energie wird in den Erhalt und nicht in die Ertragsbildung gesteckt.

Unsere Strategie für den Weizen finden Sie hier:

Düngung

Um die Pflanze auch in Stresssituationen wie Trockenheit mit Nährstoffen versorgen zu können, muss einiges beachtet werden. In trockenen Frühjahrsperioden ist es vorteilhaft, den Kunstdünger leicht einzuarbeiten. Dies bewirkt, dass das Granulat eher an Feuchtigkeit gelangt und so die Nährstoffe freigegeben werden können. In längeren Trockenperioden über den Sommer konnte in den letzten Jahren oftmals beobachtet werden, dass der Dünger, der auf der Oberfläche liegen blieb, nicht im für die Pflanze idealen Zeitpunkt in den Boden gelangte. Es ist grundsätzlich vorteilhaft, die Düngung möglichst früh, bei noch vorhandener Bodenfeuchte, abschliessen zu können. Daher sind Langzeitdünger besonders interessant. Sie können im Boden bis zu 12 Wochen lang Elemente abgeben. Mit dem frühzeitigen Einsatz von Langzeitdünger kann die Pflanze beim nächsten Regen bereits Nährstoffe aufnehmen, da die Nährstoffe bereits im Boden verfügbar sind. Die Pflanze gewinnt so einen gewissen Vorsprung.

Bei organischem Dünger im Biolandbau gilt, die vorhandene Feuchtigkeit besonders zu beachten: Die organischen Moleküle müssen oftmals auf dem Feld noch geteilt und hydrolisiert werden, was viel Wasser benötigt. Daher ist bei nicht hydrolisierten Bio-Stickstoffdüngern eine frühe Gabe besonders empfehlenswert.

Lösungen von Timac Agro Swiss

Zusammen mit den oben erwähnten agronomischen Anbaupraktiken können innovative Produkte von Timac Agro Swiss zu guten Resultaten führen.

Wasserspeicherungsvermögen des Bodens fördern:

Um das Wasserspeicherungsvermögen Ihres Bodens zu verbessern, empfehlen wir diverse Produkte unseres Sortimentes. Zum Beispiel wird durch den Humistart das Bodenlebewesen gestärkt und die Humusbildung gefördert. Durch diverse Meerkalke kann die Bodenstruktur verbessert und somit der Wasserhaushalt erhöht werden. Sylaktiv ermöglicht durch das Silizium und den Wirkstoff Opt-N gleichzeitig eine Verbesserung der Wasser- und Nährstoffspeicherung im Boden, die Stimulation der Photosynthese und die Verstärkung der Zellwände. Eine direkte und effiziente Zufuhr von Humus kann mit Vegedor unternommen werden.

Wurzelentwicklung fördern

Mit weiteren Lösungen wird die Bewurzelung der Pflanze gefördert, damit sie ideal auf eine Trockenperiode vorbereitet ist. Durch Algenwirkstoffe wird das Wurzelwachstum angeregt und eine optimale Jugendentwicklung gefördert. Physiomax und Fertiactyl Starter sind gute Beispiele von Produkten, die die Bewurzelung fördern.

Einfluss von Physiomax auf die Wurzeln

Verstärkung der Pflanzen

Zur Pflanzenstärkung haben wir für jede Kultur ein ausführliches Biostimulanzien-Sortiment. Biostimulanzien enthalten Wirkstoffe, die aus Algen gewonnen werden, welche die Stresstoleranz Ihrer Kultur erhöht. Dank beispielsweise dem Fertileader Gold rollen sich die Zuckerrübenblätter weniger rasch zusammen und produzieren länger Zucker.

Langzeitdünger

Unsere Kernprodukte, die Dünger, sind optimal geeignet, um Ihrer Kultur eine langfristige Ernährung ohne Unterbruch zu ermöglichen. Dank dem N-Process sind unsere Stickstoffdünger bis zu 12 Wochen verfügbar, werden nicht ausgewaschen und verflüchtigen nicht. Folglich können Sie Ihre Düngung früh im Frühjahr bei gesicherter Bodenfeuchte abschliessen. Unser Top-Phos sorgt dafür, dass auch der Phosphor bis zur Fruchtentwicklung im Boden verfügbar bleibt.

Unser Bio Enne ist ein bereits hydrolisierter Bio-Stickstoff. Durch diesen schon im Werk getätigten Vorgang der Mineralisation benötigt Ihre Kultur weniger Wasser, bis sie vom Dünger profitieren kann.

Dank diesen Technologien kann die Pflanze, wie physiologisch vorgesehen, ihre Ernährung aus dem Boden auch in Stresssituationen sicherstellen.

 

Zögern sie nicht, uns anzurufen! Wir stehen Ihnen mit Freude für eine Beratung zu Verfügung!

 

Ihr Beraterteam von Timac Agro Swiss

 

03.04

Schweizer Landwirtschaft und Agrarpolitik 2022

Kann eine nachhaltigere Produktionsform unsere Ernährungssicherheit gewährleisten?   Eine Frage, die uns alle etwas angeht,... View Article

Kann eine nachhaltigere Produktionsform unsere Ernährungssicherheit gewährleisten?

 

Eine Frage, die uns alle etwas angeht, zu der viele eine Meinung haben und zu der keine Antwort die optimale Lösung zu sein scheint. In der Bevölkerung erheben sich Stimmen, die ausschliessliche Bio-Produktion fordern auf der einen Seite und Befürchtungen, dass die Ernährungssicherheit ohne intensive Landwirtschaft nicht gewährleistet werden kann auf der anderen Seite. Die meisten sind sich dennoch darüber einig, dass der Selbstversorgungsgrad (in den letzten Jahren relativ stabil um 60 %) möglichst aufrechterhalten werden soll.

Fakt ist, dass die Schweizer Landwirte schon heute bereit sind, mehr biologisch anzubauen. Wegen der tiefen Preise für die konventionellen (ÖLN) Agrarprodukte werden viele gezwungen, den Betrieb zu extensivieren und auf höhere Einnahmen im Biolandbau zu hoffen. Der Absatz verschiedener Bioprodukte hat in den letzten Jahren jedoch stagniert. Damit ist der Umstieg wirtschaftlich bereits nicht mehr so interessant.

Ein weiterer Fakt ist, dass im biologischen Anbau die Erträge im Schnitt tiefer sind als bei den intensiveren Landwirtschaftsformen. In Jahren mit schwierigen Witterungsverhältnissen und dem damit verbundenen hohen Krankheits-, Schädlings- oder auch Unkrautdruck ist es im Biolandbau schwieriger, zu reagieren und grosse Ernteverluste können die Folge sein.

Auf der anderen Seite kann eine intensive Landwirtschaft, die für die grosse Mehrheit der Lebensmittelproduktion sorgt, unter Umständen nachweislich der Umwelt schaden. Diese Produktionsform hat es immer schwieriger, sich vor der Bevölkerung zu rechtfertigen. Düngemittel, Spritzmittel, aber auch grosse, schlagkräftige Traktoren stehen unter Beschuss. Im Laden werden jedoch oft genau die auf diese Weise produzierten Lebensmittel wegen ihrer tiefen Preise gekauft.

 

Aktuelle und zukünftige Herausforderungen für die Landwirtschaft

Einfach ausgedrückt, will die Schweizer Bevölkerung eine gewisse Ernährungssicherheit, eine möglichst nachhaltige Produktion und tiefe Produktpreise. Um alle Kundenwünsche zu berücksichtigen, ist eine rein biologische Produktion deshalb nicht das anzustrebende Ziel. Die konventionelle Landwirtschaft kann und muss zur Befriedigung der Konsumenten ressourceneffizienter werden.

Das Ertragsniveau in der Schweiz ist bereits hoch, was relativ tiefe Preise ermöglicht. Die Herausforderung besteht also darin, den Anbau ökologischer zu gestalten und gleichzeitig das aktuelle Produktionsniveau sowie die aktuellen Produktionskosten zu halten oder, noch besser, zu senken.

Schon jetzt gilt, was sich in den nächsten Jahren noch verstärken wird: Der Wunsch nach ökologischen Schweizer Produkten ist in der Bevölkerung verankert und wird mit der Agrarpolitik 2022 (AP 22) noch an Bedeutung gewinnen.

Die Aufgabe der Schweizer Landwirte ist nun, gemäss diesen Anforderungen zu produzieren.

 

Wie schaffen wir das?

Timac Agro ist überzeugt, dass die Ressourceneffizienz im Anbau verbessert werden kann. Das würde die Nachhaltigkeit der Produktion steigern, ohne Ertragsverluste zu verursachen.

Die Schweiz ist ein nutztierlastiges Land, was heisst, dass wir auf unserer verfügbaren landwirtschaftlichen Nutzfläche relativ viele Tiere halten. Die Folge davon ist eine hohe Produktion an Hofdünger. Durch eine optimierte Düngungsplanung wird dafür gesorgt, dass dieser wertvolle Dünger möglichst effizient eingesetzt werden kann. Für die Planung stehen den Landwirten die Timac-Mitarbeiter zur Seite.

Zur Ergänzung der Hofdünger sind bei den meisten Kulturen noch Mineraldünger nötig, um die gewünschten Höchsterträge zu erhalten. Unter Berücksichtigung der Bodenproben und der Ansprüche der Kulturen werden geeignete Mineraldünger empfohlen, um gezielt und präzise die limitierenden Nährstoffe zu liefern.

Der Einsatz von Dünger ist in der Schweiz durch die Suisse-Bilanz begrenzt. So möchte der Bund eine Überdüngung der Böden vermeiden. Für den Landwirt bedeutet dies, dass er die Dünger möglichst ohne Verluste in die Pflanze bringen muss. Timac Agro bietet hierzu geeignete Lösungen.

 

Stickstoffdüngung

Stickstoffverluste betreffen hauptsächlich die Formen Ammoniak (Verflüchtigung) und Nitrat (Auswaschung, Nitratgehalt im Grundwasser steigt). Je länger das Nitrat in der Bodenlösung frei ist, desto höher sind Auswaschungsgefahr beziehungsweise N-Verluste. Timac Agro begegnet diesen Verlusten mit einer schützenden Matrix um die Nährstoffe herum. Die Pflanze verlangt die Nährstoffe selbst. So wird erreicht, dass die Nitratform, sobald sie freigesetzt ist, aufgenommen wird. Darüber hinaus funktioniert eine effiziente Düngung über längere Zeit nur mit einem gesunden, lebendigen Boden. Aus diesem Grund wurde der Sulfammo so konzipiert, dass die biologische Bodenaktivität geschützt und stimuliert wird.

 

Phosphordüngung

Beim Phosphor liegt das Verlustproblem bei der Festlegung und der minimen Pflanzenverfügbarkeit im Boden. Wenn gedüngtes Phosphor in Fliessgewässer gelangt, kann dies auch zu überdüngten Seen führen. Die Folge davon ist ein hohes Algenwachstum und ein damit verbundener Sauerstoffmangel für die Fische.

Der Top-Phos von Timac Agro ist im Boden pflanzenverfügbar. Vom gedüngten Phosphor kommt also mehr in der Pflanze an, als bei herkömmlichen P-Düngern. In der Praxis bedeutet dies, dass weniger P-Einheiten gedüngt werden müssen. Das ist in der nutztierlastigen Schweiz ein grosser Pluspunkt bei der Einhaltung der ÖLN-Richtlinien. Viele Betriebe dürfen nicht mehr viel P düngen, sodass die wenigen verbliebenen Einheiten optimal genutzt werden müssen!

 

Wie weiter?

Effizient, umweltfreundlich und kosteneffizient düngen ist nicht einfach. Wir wissen das. Es braucht die richtigen Produkte, aber vor allem deren richtigen Einsatz.

Aus diesem Grund bilden sich unsere Berater ständig weiter, damit wir interessierten Landwirten die folgenden Dienstleistungen gratis anbieten können:

Wir bemühen uns seit 1978, die Schweizer Landwirtschaft zu unterstützen und die Wünsche der Bevölkerung zu berücksichtigen.

Zusammen erreichen wir eine nachhaltige und produktive Landwirtschaft, welche von der Bevölkerung mitgetragen wird!

 

Ihr Beraterteam von Timac Agro Swiss